Sommers Holz (Sommerxylon)

IUCN: Ausgestorben
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Sommerxylon: Fossile Nadelbäume der späten Triaszeit

Tief in den fossilen Sedimentschichten Südbrasiliens verbergen sich die versteinerten Überreste einer längst untergegangenen Flora. Diese versteinerten Baumstämme zeugen von einer Zeit vor über 200 Millionen Jahren, als die ersten Dinosaurier die Erde bevölkerten.

Wissenschaftler entdeckten die versteinerten Holzstrukturen in den fossilreichen Schichten der Caturrita-Formation im Bundesstaat Rio Grande do Sul. Zu Ehren der renommierten brasilianischen Paläobotanikerin Dr. Margot Guerra Sommer erhielt diese fossile Gattung ihren wissenschaftlichen Namen.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Überklasse Gymnospermae (Nacktsamer)
  • ∟ Abteilung Pinophyta
  • ∟ Unterklasse Cupressidae
  • ∟ Ordnung Cupressales (Zypressen und Wacholder)
  • ∟ Familie Taxaceae (Eibengewächse)
  • ∟ Gattung Sommerxylon (Sommers Holz)

Lebendiger Puls

Галерея

Sommers Holz
Creative Commons (sur:cl)
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Morphologie

Die innere Struktur der versteinerten Stämme offenbart hochspezialisierte Gewebe, die unter dem Mikroskop sichtbar gemacht werden können. Ein markantes Merkmal ist das Mark, welches sich aus einer Kombination von dünnwandigen Parenchym- und festigenden Sklerenchymzellen zusammensetzt.

Das primäre und sekundäre Holzgewebe weist spezifische Muster auf, die eine genaue systematische Einordnung ermöglichen. Die zellulären Eigenschaften stützen vor allem die Zuordnung der Gattung zur Familie der Taxaceae.

  • Verdickte Tracheidenwände: Die radialen Wände der wasserleitenden Zellen zeigen deutliche Verdickungen.
  • Hoftüpfel: Auf den radialen Wänden dominieren auffällige, umhofte Tüpfel für den Wassertransport.
  • Fehlen von Harzkanälen: Es lassen sich keinerlei Harzkanäle oder axiales Parenchym im Gewebe nachweisen.

Interessante Fakten

Die Erforschung dieser fossilen Gattung liefert wertvolle Puzzleteile für die Rekonstruktion des urzeitlichen Superkontinents Gondwana. Einige bemerkenswerte Aspekte stechen dabei besonders hervor:

  • Namensgebung zu Ehren der Wissenschaft: Die Gattung wurde nach Dr. Margot Guerra Sommer benannt, einer Pionierin der brasilianischen Paläobotanik.
  • Fundort Paleorrota: Die versteinerten Reste wurden im berühmten paläontologischen Gebiet Paleorrota in der Caturrita-Formation gefunden, genauer gesagt in Faxinal do Soturno.
  • Präparationstechniken: Die Bergung und Konservierung der Fossilien aus den feinkörnigen Schiefern (Peliten) erfordert hochspezialisierte Stabilisierungstechniken im Labor.

Verbreitungsgebiet

  • Brasilien

Technische Information

Externe Datenbanken: GBIF

Siehe auch

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