Simaba-Baum (Simaba)

Cedrón
Silhouette: T. Michael Keesey / Lizenz

Simaba: Botanik, Morphologie und weltweite Verbreitung

Mit einer bemerkenswerten transkontinentalen Verbreitung erstreckt sich der Lebensraum der Gattung Simaba von den neotropischen Regenwäldern Südamerikas über das tropische Afrika bis hin zur malaiischen Inselwelt. Die taxonomische Geschichte dieser Vertreter der Bittereschengewächse (Simaroubaceae) ist komplex und wurde seit der ersten Beschreibung durch den französischen Botaniker Jean Baptiste Christophore Fusée Aublet im Jahr 1775 vielfach überarbeitet. Jüngste molekulargenetische Analysen haben die phylogenetische Eigenständigkeit dieser Gruppe bestätigt und sie von stark verwandten Gattungen wie Quassia abgegrenzt.

Taxonomie

  • ∟ царство Plantae
  • ∟ Abteilung Tracheophytes (Gefäßpflanzen)
  • ∟ Unterabteilung Spermatophytes (Samenpflanzen)
  • ∟ Angiosperms
  • ∟ mesangiosperms (Mesangiospermen)
  • ∟ eudicots
  • ∟ Superrosids
  • ∟ rosids
  • ∟ malvids
  • ∟ Ordnung Sapindales
  • ∟ Familie Simaroubaceae (Bittereschengewächse)
  • ∟ Gattung Simaba (Simaba-Baum)

Lebendiger Puls

Morphologie

Die florale Struktur von Simaba ist durch einen vier- oder fünfteiligen Blütenkelch mit spitzen Zipfeln gekennzeichnet. Die Blütenkrone besteht aus vier bis fünf ovalen, oft weißlichen Kronblättern, die am Rand einer basalen Scheibe ansetzen. Das Androeceum umfasst acht bis zehn Staubblätter, deren Staubfäden an der Basis leicht verbreitert und stark behaart sind. Das Gynoeceum bildet sich aus mehreren verwachsenen Fruchtknoten mit einem langen, gerillten Griffel. Die Früchte reifen schließlich als seitlich angeordnete, ledrige Kapseln heran, die jeweils einen einzelnen, von einer fragilen Schale umgebenen Samen enthalten.

Interessante Fakten

Die evolutionäre Stellung der Familie Simaroubaceae war lange Zeit Gegenstand intensiver Debatten innerhalb der Forschungsgemeinschaft. So wurde Simaba in den 1960er Jahren zeitweise vollständig in die Gattung Quassia eingegliedert, bevor moderne DNA-Sequenzierungen im Jahr 2007 die genetische Unabhängigkeit dieser Pflanzengruppe unwiderlegbar belegten.

Verbreitungsgebiet

  • Bolivia
  • Brazil
  • Costa Rica
  • Colombia
  • Ecuador
  • French Guiana
  • Guyana
  • Panama
  • Peru
  • Suriname
  • Venezuela
  • Trinidad and Tobago
  • Angola
  • Cameroon
  • Congo
  • Equatorial Guinea
  • Gabon
  • Democratic Republic of the Congo
  • Indonesia
  • Malaysia

Natürliche Varietäten

Art
Guayana-Simaba

Guayana-Simaba

Ein hochgiftiger neotropischer Baum oder Strauch aus der Familie der Bittereschengewächse mit markanten orangefarbenen Steinfrüchten.

Quellen

  • WFO (World Flora Online)
  • POWO (Plants of the World Online)
  • Tropicos
  • GBIF

Technische Information

Taxonsynonyme: Simaba sect. Grandiflorae

Externe Datenbanken: GBIF, POWO, Tropicos

Siehe auch

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